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News: Neues Forum für Diskussionen um Homöopathie

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 1 
 am: 08. Juni 2008, 22:33:38 
Begonnen von greenbuddha - Letzter Beitrag von britta14
..wird regelmäßig gelöscht. hihi



 2 
 am: 29. Oktober 2007, 09:49:29 
Begonnen von Salzamt - Letzter Beitrag von britta14
Homöopathie ist nicht durch di von ihr selbst propagierten "Gesetzmäßigkeiten" zu erfassen. Denn diese sind nach heutigem Erkenntnisstand schlichtweg unsinn.

(Hahnemann konnte noch nicht googeln und hatte trotz seiner umtriebigkeit kein so großes Netzwerk wie Wissenschaftler heute! Seine Leistung war für die damalige Zeit herausragend! Aber es sind auch nach Goethe gute bücher geschrieben worden und auch nach Hahnemann neue medizinische erkennntisse hinzugekommen)

Das heist icht, dass jeder Homöopath unsinnig arbeitet und diese Medizinische Sichtweise vollkommen fehlgeht. Ich glaube an das, was hier steht: http://www.handrick-net.de/homoeopathie/homoeopathie.html

hilft das?

Grüße von Britta!

 3 
 am: 27. Oktober 2007, 10:48:17 
Begonnen von Salzamt - Letzter Beitrag von greenbuddha
werde heute abend mal ein wenig suchen...

 4 
 am: 26. Oktober 2007, 20:27:20 
Begonnen von Salzamt - Letzter Beitrag von Salzamt
Ich habe mich ein wenig über die Homöopathie erkundigt, bin aber trotzdem nicht drauf gekommen, wie sie tatsächlich wirkt und warum.
Es gibt über die eigentliche Wirkungsweise kaum brauchbare wissenschaftliche Aussagen oder Evidenz, und ich sehe hier, der ich ein logisch denkender Mensch bin (behaupte ich mal Zwinkernd), ein ganz entscheidendes wissensmässiges "missing link".
Vielleicht kann mir jemand helfen?
Salzamt


PS: Nur damit kein Missverständnis aufkommt, ich glaube, dass H. wirkt, ich frage mich ja nur auf welche Weise.

 5 
 am: 11. Oktober 2007, 10:51:35 
Begonnen von anja - Letzter Beitrag von anja
In den folgenden Zeilen, könnt ihr euch ein Bild darüber verschaffen, wie es in einer homöopathischen Hausapotherke so ausschaut und bei welcher Symptomatik die Mittel so angewendet werden. Zwinkernd

Arzneimittelbilder


Aconitum napellus – Sturmhut (C 30)
Das Mittel ist in erster Linie ein Fiebermittel, das zu Beginn einer Erkrankung seine Hauptindikation hat, bevor sich der Prozeß lokalisiert. Nach spätestens zwei Stunden sollte eine Besserung eingetreten sein, sonst ist das Mittel meist nicht angezeigt. Die Symptome sind plötzlich auftretend und heftig. Die Haut ist trocken, rot , brennend. Psychisch sticht starke Unruhe und Ängstlichkeit ins Auge. Der Rachen ist rot, es besteht Mundtrockenheit und Durst. Verschlechterung um Mitternacht.

Allium cepa – Küchenzwiebel
Findet in erster Linie Anwendung bei akutem Schnupfen, Erkältungen,  Heuschnupfen, Neuralgien und bei Blähungen. Scharfe Nasenabsonderung, Tränenfluß, Kehlkopfkitzel und Rauhheit. Besserung durch frische Luft und Bewegung, Baden, Spülungen. Verschlechterung abends und durch Wärme.

Apis mellifica – Honigbiene
Oft bei Nesselsucht angezeigt, ödematöse Schwellungen: glänzend, empfindlich, mit stechendem Schmerz. Stiche von Insekten, die wie Bienenstiche aussehen, Sonnenbrand, Erfrierungen, Glasige Schwellung, z.B. der des Zäpfchens bei Racheninfekten. Es fällt eine Durstlosigkeit bei Fieber auf. Verschlechterung durch Wärme, Besserung durch Kälte.

Arnica montana – Bergwohlverleih, Fallkraut
Das Hauptmittel bei Prellungen und Verletzungen, nach Operationen: Gefühl “alles sei wie zerschlagen”, das Bett erscheint zu hart, will in Ruhe gelassen werden. Verschlechterung durch Berührung. Auch bei Beschwerden, die eventuell von einer länger zurückliegenden Verletzung herrühren. Schleimbeutelerkrankungen, bei Kopfverletzungen als erste Maßnahme.

Belladonna – Tollkirsche
Zusammen mit Aconit und Ferrum phosphoricum das Hauptfiebermittel. Die Röte ist dunkler, “gedunsen”, Schmerzen mehr pulsierend, Haut schwitzt mehr. Psychisch weniger ängstlich-unruhig (Aconit), sondern mehr “betäubt”, “glasige Augen”, Krämpfe, Halluzinationen, Wutanfälle, Scharlach-Fieber, Sonnenstich und Beschwerden durch zu viel Sonne.

Bellis perennis – Gänseblümchen
Bei Verletzungen tieferliegender Gewebe wie z.B. Nagelsaumgeschwüre, Verstauchungen, Prellungen, Blutergüssen und Schwellungen, sehr schmerzhaft. Bei tiefen Furunkeln Arzt aufsuchen, besonders, wenn diese im Gesicht die Oberlippengrenze erreicht haben.

Berberis – Gewöhnliche Berberitze
Blasenentzündung mit brennenden und stechenden Schmerzen, Nierenbeschwerden, Rheuma, Leberschmerzen. Rückenschmerzen im Sinne der Reizerscheinungen von Gallen- oder Nierensteinen. Muskel- und Gelenkrheumatismus im Sinne der gichtig-harnsauren Diathese. Viel Nierengrieß. Harn oft stark satzig mit rötlichem Sediment. Verschlimmerung durch Bewegung.

Bryonia alba - Zaunrübe, Gichtrübe
Stechende Schmerzen, zum Beispiel der Muskulatur nach Überanstrengung, schmerzhafte Steifheit in Nacken und Kreuz. Entzündungen der serösen Häute (Rippenfell, Bauchfell, Gelenke), mit dem Kennzeichen Verschlechterung durch die kleinste Bewegung. Besserung durch absolute körperliche und geistige Ruhe. Harter trockener sehr schmerzhafter Husten, Verschlechterung im warmen Zimmer, Schmerzen in der Brust beim Einatmen, Brustentzündung (Mastitis), wenn die geringste Bewegung der Brust schmerzt.

Calendula officinalis – Ringelblume
Das Mittel für offene Wunden – auch lokal als Tinktur, verhindert häufig Superinfektionen; auch bei Brandwunden und zur Blutstillung bei Zahnextraktionen, Erkältungsneigung bei feuchtkaltem Wetter.

Cantharis vescatoria – Spanische Fliege
Blasenentzündungen mit unerträglichem, ständigem Harndrang, Krämpfe, der Harn brennt, Hautausschläge mit Blasenbildung, Verbrennungen, Schmerzen wie roh und wund.

Carbo vegetabilis - Holzkohle
Hauptmittel bei Schockzustand und Atemnot nach Verletzungen, Unfällen, Lebensmittelvergiftungen. Blähungen mit ständigem Aufstoßen.  Erschöpfung, Kreislaufkollaps, Ohnmacht . Der Patient friert, ist ängstlich und schwach und hat das Interesse an allen Dingen verloren. Abneigung gegen Milch, fette Speisen und Alkohol, Verschlechterung in feucht-warmer Luft, abends und nachts. Besserung in frischer Luft.

Chamomilla – Echte Kamille
“Reiz-Fieber”, wenn die Kinder jähzornig, launig, “lästig, sind bei denen alles nicht recht ist und ständig herumgetragen werden wollen. Bei der Zahnung, eine Wange rot, die andere blaß. Bauchkrämpfe mit ärgerlichem Weinen und grünen Durchfällen, Überempfindlichkeit gegen Schmerz.

Cocculus indicus – Kokkelskörner
Hauptmittel bei Reisekrankheiten (ähnlich Tabacum). Üble Folgen von Schlafmangel.

Colocynthis – Koloquinte, Bittergurke
Gallenkolik, Magenkolik, insbesondere nach Ärger. Besserung durch Wärme, starken Druck auf die schmerzende Stelle und Wärme.

Dulcamara - Bittersüß
Muskel- und Gelenkrheumatismus als Erkältungsfolge. Ohrenentzündung, Durchfall, Blasenentzündung. Beschwerden werden durch kalte Nässe ausgelöst oder verschlimmern sich dadurch. Besserung durch Wärme. 

Eupatorium perfoliatum – Wasserhanf “Bone-setter”
Bei “Knochengrippe” mit reißenden Schmerzen in Muskeln, Gelenken und Knochen, typisch Galleerbrechen bei Grippe.

Euphrasia – Augentrost
Wird hauptsächlich bei Augenbeschwerden und Erkrankungen der Schleimhaut der oberen Luftwege z.B. Nebenhöhlenvereiterung mit Kopfschmerzen angewendet. Der Tränenfluß ist beißend und scharf, der Nasenausfluß mild. Augen sind entzündet und gerötet. Besser an der frischen Luft. Verschlechterung durch Wärme und in geschlossenen Räumen. Die Wirkung von Euphrasia ist meist nur von kurzer Dauer.

Ferrum phosphoricum – Eisenphosphat
Fiebermittel, bei dem die Symptomatik milde, aber auch langwieriger verläuft. “Sitzt im Bett und liest”. Beschwerden durch Blutdrang bei Entzündungen, z.B. Mittelohrentzündung. Folgt auf Belladonna. Blässe, wird aber sehr schnell rot, bei Anstrengung o.ä.. Eher schlanke, schwächliche Kinder.

Gelsemium sempervirens – Gelber (Gift) Jasmin
Bei einer “Kopfgrippe” mit allgemeiner Schwäche, dunkle Röte des Gesichts mit Benommenheit; Kopfschmerz, der im Nacken beginnt und sich dann wie ein band um den Kopf legt. Lampenfieber, wenn Zittern und “lähmige Schwäche” dominieren. Durstlos.

Hepar sulfuris – Durchglühtes Gemisch von Austernschalenkalk und Schwefel
Ein “Eiter-Mittel”. Wenn Entzündungen zu eitern drohen, kann es häufig abgewendet werden oder jede Wunde eitert. Sehr kälteempfindlich. Überempfindlich auf äußere Reize, Absonderungen riechen nach altem Käse. Mandelentzündung mit drohender Abszessbildung und Splitterschmerz.

Hypericum perforatum – Johanniskraut
Das Hauptmittel bei Nervenverletzungen und Nervenschmerzen (Quetschungen der Fingerspitzen, Sturz auf das Steißbein, Wirbelsäulenverletzung, Unerträgliche Schmerzen. Zahnschmerzen. Anhaltende Traurigkeit (depressive Verstimmung)

Ipecacuanha – Brechwurzel
Dauernde Übelkeit mit Erbrechen bei einer sauberen Zunge; auch nach verdorbenen Magen nach Kuchen, Rosinen und unverdaulicher Nahrung. Auch wichtiges Hustenmittel mit starkem Schleimrasseln, nichts/ wenig läßt sich abhusten. Husten mit Übelkeit und Erbrechen.

Ledum palustre – Sumpfporst
Bei Stichwunden, Verstauchungen der Knöchel, Gelenkschwellung. Besserung durch Kälte.

Magnesium phosphoricum – Magnesiumphosphat (D 12)
Das große Mittel gegen Krämpfe. Magenkrämpfe. Besserung durch Druck und beugen nach vorne und Wärme; desgleichen krampfartige Menstruationsschmerzen mit den gleichen Modalitäten.

Nux vomica – Brechnuß (vom Strychninbaum)
Hauptmittel bei “Vegiftungen” (Alkohol, Folgen von Drogenmißbrauch, Medikamentenmißbrauch), wenn eine Gastritis im Vordergrund steht. Auffallende Überempfindlichkeit. Reizbarkeit und Agressivität. Lebermittel. Juckende, schmerzhafte Hämorrhoiden bei häufigem, vergeblichem Stuhldrang.
Rückenbeschwerden nach Überanstrengung, Durchnässen, Luftzug, Ärger, Knacken in den Kniegelenken. Kurzer Schlaf bessert.

Phytolacca decandra – Amerikanische Kermesbeere
Rachen/Mandelentzündung, wenn der Rachen tiefrot ist und Schluckschmerzen bestehen, die zum Ohr ausstrahlen. Brustentzündung mit harten, sehr empfindlichen Brüsten. Wenn das Kind saugt, strahlen die Schmerzen, von der Brustwarze über den ganzen Körper aus.

Pulsatilla pratensis – Kuhschelle, Küchenschelle
Der Wetterhahn der Arzneimittel. Alles wechselt: die Stimmung, von Lachen zu Weinen und zurück; die Schmerzen wandern, kein Stuhlgang gleicht dem anderen. Entzündungen sind durch gelblichen, milde Absonderungen charakterisiert, (Sinusitis, Mittelohrentzündungen). Durstlosigkeit; Abneigung gegen Fett. Besserung durch Frischluft, Trost, Zuspruch.

Rhus toxicodendron – Giftsumach, Gifteiche
Hauptmittel bei Zerrungen, Verstauchungen, Überanstrengung, Hexenschuß. Die wichtigste Modalität ist die Besserung durch Bewegung, Wärme, Reiben, Lageänderung. Steifheit der Gliedmaßen, Heftig juckende Hautausschläge, Herpes, Verschlechterung durch Ruhe, Durchnässung.

Ruta graveolens – Weinraute, Gartenraute
Verletzungen der Knochenhaut und des Bindegewebes, Knorpel und Sehnen; Sehnenscheidentzündung. Kopfschmerz und Augenprobleme von Überlastung der Augen (Bildschirmarbeit).
Tabacum – Virginischer Tabak
Übelkeit und Kollaps (erste Zigarette....), Schwäche und Kälte, will aber nicht zugedeckt sein. Reiseübelkeit mit Kollaps.

Urtica urens – Brennessel
Heftiges Jucken, brennen der Haut, auch mit Bläschenbildung, bei Allergien, Insektenstichen und Verbrennungen ersten Grades. Nesselsucht bei Nahrungsmittelallergien, Windpocken.

Veraturum album – Weiße Nieswurz, Weißer Germer
Kreislaufkollaps mit charakteristischem kalten Schweiß auf der Stirn. Nasenspitze und Gesicht sind kalt. Entkräftender reichlicher Durchfall mit Erbrechen. Besserung durch Wärme.

Viburnum opulus
Heftige Dysmenorrhoe mit Krampf- und Kopfschmerzen. Magenübelkeit und starke Rückenschmerzen, die bis zum Unterbauch ziehen. Nervöse Unruhe, kann kaum stillsitzen. Besserung durch Bewegung und an frischer Luft.

Grüße Anja

 6 
 am: 21. Juli 2007, 15:15:48 
Begonnen von greenbuddha - Letzter Beitrag von greenbuddha
Was bedeutet Homöopathie?

Das Wort Homöopathie stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus zwei Begriffen zusammen: Erstens homoios, was "ähnlich" und zweitens pathos, was "Leiden" heißt. Sinngemäß bedeutet dies, dass eine Krankheit mit einer Arznei behandelt wird, die an einem Gesunden "ähnliche Leiden" hervorruft. Gleiches sagt auch der lateinische Leitsatz der Homöopathie: similia similibus curentur (deutsch: Ähnliches soll mit Ähnlichem geheilt werden). Mit diesem Leitsatz stellte sich die Homöopathie schon zu Zeiten Samuel Hahnemanns (1755-1843), also vor 200 Jahren, als Kontrapunkt zu den damals bekannten schulmäßig ausgeführten Heilverfahren. Dabei versucht die Homöopathie nicht, die Symptome zu unterdrücken, sondern durch die passende Arznei die Selbstheilungskräfte im Körper anzuregen, um einen sogenannten Symptomenkomplex (die Totalität der Krankheit) zu überwinden. Homöopathische Arzneien stammen von Mineralien, Pflanzen, Tieren, Metallen und auch von chemischen Verbindungen. Sie werden entsprechend vorgegebenen gesetzlichen Standards hergestellt. Ihre Anwendung ergibt sich aus den schon von Hahnemann beschriebenen Arzneiversuchen am gesunden Menschen. Ihre Effektivität hat sich, richtige Arzneiwahl vorausgesetzt, in den vergangenen zwei Jahrhunderten auch bei epidemisch auftretenden Erkrankungen hinreichend erwiesen. Bis auf wenige Ausnahmen wird homöopathische Medizin in der ganzen Welt praktiziert: Die englische Königsfamilie hält sich gar seit vier Generationen homöopathische Leibärzte.

Was ist der Unterschied zwischen Homöopathie und sogenannter Schulmedizin?

Während sich in der konventionellen Medizin alles auf die Frage einer abstrahierbaren verallgemeinerungsfähigen Diagnose stützt und damit das Persönliche eher im Hintergrund steht, verlangt die Homöopathie vom Arzt genau den umgekehrten Weg zu erforschen, um das Heilmittel zu finden. Sie benutzt das, was den Kranken auffällig vom Gesunden unterscheidet, zur Heilungserkenntnis. Es hat sich im Laufe der Zeit die Erkenntnis dahingehend entwickelt, dass je chronischer, symptomärmer und peripherer eine Krankheit verläuft, desto ähnlicher muss sich die Auswahl des zum Einsatz gebrachten Arzneimittels erweisen. Oft handelt es sich um Folgezustände nach bereits stattgefundener nicht gelungener anderweitiger Behandlung. Je akuter eine Krankheitssymptomatik, desto leichter wird die Auswahl der Arznei: Ist die Krankheit mit ihren Zeichen ausdrucksstark, ergibt sich das Auffällige der Krankheit nahezu von selbst, weil es zumeist zwangsläufig Erwähnung findet. Ohne hinreichende Berücksichtigung von Krankheit in seiner Totalität, ist die Erkenntnis des homöopathischen Besonderen und damit die Behandlung nicht möglich. Man könnte auch sagen, durch ihren therapeutischen Ansatz ist die homöopathische Medizin Ganzheitsmedizin im besten Sinne.

Was bedeutet klassische Homöopathie?

Klassische homöopathische Therapie findet immer nur mit einem sorgfältig ausgewählten Arzneimittel statt. Im Verlauf der Behandlung gilt das sog. Hering`sche Heilungsgesetz, dessen dritter Satz besagt, dass die Krankheitssymptome in der Reihenfolge ihres Auftretens anklingen müssen bzw. sich vorübergehend verschärfen und danach auf Dauer verschwinden. Dieser Prozess läuft im Zeitraffer ab. Man kann grob für ein Erkrankungsjahr einen Heilungsmonat ansetzen (immer unter der Voraussetzung der passenden Indikation und korrekten Behandlung). Somit ist für eine 30jährige Erkrankungszeit auch etwa eine 30monatige Behandlungszeit anzusetzen, bevor der homöopathische Ansatz den gewünschten Erfolg erzielen kann. Dies gilt es, im Beginn jeder Behandlung zu berücksichtigen. Die einzelne Behandlung richtet sich nach dem Fortschritt des Patienten, was bedeutet, dass sowohl Arzt wie auch Patienten in einen intensiven Prozess der Verlaufsbeobachtung einbezogen werden. Wenn die Homöopathie nicht die geeignete Methode ist, stehen auch dem sonst homöopathischen Arzt andere Möglichkeiten offen.

Wobei kann Homöopathie helfen?

Die Homöopathie eröffnet für den Kranken Möglichkeiten, die einen sehr weiten Bereich nicht operativer Medizin abdecken kann. Dies gilt für akute Krankheiten, wie Verletzungen und Infektionen, sowohl im Kindesalter als auch bei Erwachsenen, besonders aber bei vielen chronischen Krankheiten wie Hautkrankheiten, Asthma, Allergien, Rheuma, gynäkologischen Erkrankungen und Gemütserkrankungen, für die sonst oft nur Linderung, aber keine Heilung möglich ist. Bei Krebserkrankungen wird die Homöopathie häufig begleitend eingesetzt. Selbstverständlich hat auch die homöopathische Methode Grenzen. Ganz besonders wird ein ausreichend reaktionsfähiges vegetatives Nervensystem vorausgesetzt, das manchmal erst nach einem operativen Eingriff (z.B. Extraktion eines toten Zahnes oder Sanierung einer Pilzerkrankung) wiederhergestellt werden kann. Grenzen der Homöopathie sind auch selbstverständlich da, wo die Integrität des Organismus so nachhaltig gestört wurde, dass eine chirurgische oder andere medikamentöse Behandlung Priorität besitzt. Darüber hinaus sieht der homöopathische Arzt seine persönlichen Grenzen da, wo sich keine hinreichende Aussicht auf einen definierbaren Erfolg für den Patienten bietet. In der Regel sind solche Entscheidungen erst nach Anhörung und Untersuchung des Patienten möglich. Nur mit schulmedizinischem Hintergrund ist eine ausreichende Interessenabwägung gewährleistet.

Wie verläuft eine homöopathische Therapie?

In einer ausführlichen Fallanalyse wird die gesamte Kranken- und Lebensgeschichte erläutert. Dabei erfasst der Therapeut alle körperlichen und geistigen Symptome mit ihren typischen Merkmalen und Ausprägungen, um so ein Persönlichkeitsbild des Patienten zu bekommen. Nach Gespräch und Untersuchung wird für die als wichtig empfundenen Symptome eine passende Arznei herausgesucht, dessen Arzneimittelbild dem Krankheitsbild des Patienten am ähnlichsten ist (Repertorisation). Nach der Mitteleinnahme können sich Symptome kurzfristig verstärken (Erstreaktion) oder alte Symptome von früher kurzfristig wieder auftreten. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Arznei Wirkung zeigt und der Heilungsprozess aktiviert wurde. Diese homöopathische Reaktion ist stellt keine Gefahr für die Patienten dar, da es sich zumeist um verstärkte Empfindungen handelt, nicht um allgemeine Verschlechterung des Krankheitsbildes. Bei akuten Erkrankungen soll die richtige Arznei in kurzer Zeit eine Besserung herbeiführen. Bei chronischen Erkrankungen wird nach ca. 4-6 Wochen meist ein weiterer Besuch beim Therapeuten nötig, bei dem weitere Behandlungsschritte an Hand der Veränderung der Symptome besprochen werden.

Welche Qualifikation haben die bei CASA-Globuli verzeichneten Therapeuten und Apotheker?

Der Bundesverband Patienten für Homöopathie e.V. setzt sich für die Interessen der Patienten verantwortungsvoll ein. In CASA-Globuli werden deshalb nur Ärzte aufgenommen, die gemäß der Weiterbildungsordnung der Ärztekammern die Zusatzbezeichnung Homöopathie erlangt haben. Für Zahnärzte gibt es einen vierteiligen Ausbildungszyklus Homöopathie mit einer abschließenden Qualitätsprüfung. Dieser ist von der Zahnärztekammer anerkannt. Nach Abschluss dieser Ausbildung bekommen die Zahnärzte ein Zertifikat von dem Ausbildungsinstitut, können aber wegen der eingeschränkten medizinischen Fachkenntnisse die Zusatzbezeichnung Homöopathie nicht führen. Für Heilpraktiker und Hebammen gibt es keine allgemein geregelte Qualitätssicherung bei der homöopathischen Ausbildung. Für den Eintrag in unsere Anbieterliste muss deshalb jeder einzelne Therapeut seine Qualifikation durch Vorlage von einschlägigen Ausbildungszertifikaten nachweisen. Apotheker bekunden mit dem Listeneintrag, dass in ihren Apotheken gängige homöopathische Arzneimittel vorrätig sind und dass Patienten bei der homöopathischen Selbstmedikation gerne unterstützt werden.

Was kostet die Homöopathie?

In der vertragsärztlichen Versorgung sprengt der hohe Zeitaufwand für eine homöopathische Behandlung oft den Gebührenrahmen. Die Behandlung wird daher den Patienten häufig privatärztlich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in Rechnung gestellt. Die Erstanamnese von mindestens 1 Stunde Dauer wird je nach Praxis zwischen 115 und 225 € kosten. Die weiteren Behandlungskosten orientieren sich am weiteren Behandlungsbedarf und an der pro Arztbesuch benötigten Zeit: durchschnittlich 20-30 Minuten pro Konsultation. Die homöopathische Arzneimittel selbst stellen den geringsten Faktor der Behandlungskosten dar: ca. 4 - 15 €.:

Gibt es Krankenkassen, die die Kosten für eine homöopathische Behandlung übernehmen?

Die Ansichten über den Kostenträger für die zeitintensive homöopathische Behandlung sind kontrovers. Die Krankenkassen sind der Meinung, dies solle zu Lasten der Ärzte im üblichen Gebührenrahmen gehen. Die Ärzte hingegen Die politische Situation im Gesundheitswesen ist seit Jahren sehr angespannt. Die Gelder der Krankenkassen werden nicht so verteilt, wie man sich das als homöopathisch behandelter Patient wünschen würde. Einige gesetzliche Krankenkassen führen zur Zeit einen Modellversuch Homöopathie durch, bei dem die vereinbarten Kosten eines am Modellprojekt teilnehmenden Vertragsarztes übernommen werden. Arzneimittel, die für eine klassische Homöopathie nötig sind, werden auch jetzt schon von allen gesetzlichen Kassen übernommen, vorausgesetzt, ein Kassenarzt hat sie auf ein Kassenrezept verschrieben. Bitte erkundigen Sie sich vor der Behandlung bei Ihrer Krankenkasse, ob diese die Kosten für eine homöopathische Behandlung bei dem von Ihnen gewählten Arzt übernimmt. Ein generelles Recht auf Erstattung von Privatrechnungen gibt es für Kassenpatienten zur Zeit leider nicht. Private Kassen erstatten in der Regel ohne Probleme.

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